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Mein 1. Marathon ( Teil 2 )

 

Der Mittelrhein-Marathon - Mein erster Marathonlauf ( 42,195 km )

( Teil 2 )

19.Juni 2005 - Ein Tag, den ich nie vergessen werde........    

Nun war er also da - der Tag der Wahrheit. Da steht man also endlich am Start, kurz bevor es richtig ernst wird. Die Hände sind feucht, der Puls steigt ohne Belastung schon in ordentliche Höhen ( meine Pulsuhr empfing das Signal einer nahe stehenden Läuferin und zeigte vor dem Start stolze 150 Schläge an ) und die Gedanken drehen sich eigentlich nur um das eine Thema: Stehe ich das überhaupt durch? Habe ich genug trainiert? Ist der Kohlehydratspeicher ordentlich gefüllt ( bei dem Gedanken an die vielen Spaghetti wurde es mir übel )? Ich habe nur einen 3-Stunden-Lauf gemacht. Reicht das aus?

Der Blick in die Runde der Mitläuferinnen und Mitläufer beruhigt nicht ein wenig: sie sehen fast alle vollkommen austrainiert aus - zumindest die Mehrzahl der Gruppe. Und manche sind dazu noch voll ausgestattet mit Trinkgurt, Riegel und Gels... Vielleicht hätte ich besser auch was einstecken sollen... Na ja, es wird schon gut gehen, schließlich gibt's ja unterwegs Bananen und Schokoriegel.

 

9.20 Uhr - Mit einem Pistolenschuss erfolgt der Start, aber es dauerte noch ca. 5 Minuten ( vgl. Bild rechts ), bis unsere Gruppe ( mein Schwager, meine Schwägerin und zwei weitere Läuferinnen ) die Startlinie überqueren können. Man konnte sogar ziemlich bald einigermaßen joggen, ohne ständig aufpassen zu müssen, nicht über andere Füße zu stolpern. Zum Glück hielt mich mein Schwager Herbert davor zurück, in meiner Anfangseuphorie schneller zu laufen, als wir uns vorgenommen hatten. Bis km 10 lief alles super, sogar die Temperatur spielte noch mit und die Kulisse mit Rhein und Loreley war einfach traumhaft. Leider gab es an der 1. Station für uns Läufer aus den hinteren Regionen -  wir waren aber bei weitem nicht die Schlusslichter - kein Tropfen Trinkwasser mehr. Dafür war ein Wiederbefüllen des Flüssigkeitsspeichers an der nächsten Station möglich. Die Stimmung und Versorgung in und ab Boppard war vorbildlich, hier hatten wir bereits 21 km hinter uns gebracht und ich hatte immer noch "gute Beine". Mit einer HM-Durchgangszeit von 2:15h lagen wir noch voll im Plan....        

Mittlerweile war es 12 Uhr durch und der wolkenlose Himmel heizte das Rheintal mächtig auf. Die Quecksilbersäule zeigte eine Temperatur von 30° + x an......

Ganz wichtig: trinken, trinken, trinken.. Auch essen ist angesagt, denn mit einem Hungerast wird es brenzlig. Dann geht gar nichts mehr - der Wille ist zwar da, aber die Beine versagen ihren Dienst. Km 27 - jetzt beginnt für mich Neuland, denn weiter bin ich bis jetzt noch nie gelaufen. Aber es geht gut, ich habe keine Schmerzen, keine Krämpfe, zwar etwas müde, aber mein Laufrhythmus stimmt...

Wahrscheinlich alles dummes Geschwätz über den "Mann mit dem Hammer" , ich fühle mich doch gut, was soll denn da noch passieren????

Aktualisiert (Sonntag, den 27. Juni 2010 um 07:58 Uhr)

 
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